Hört, hört!
Wie nahm der Komponist Ludwig van Beethoven seine Musik wahr, obwohl er taub war? Ab wann ist Lärm schädlich für die Ohren und was kann man tun, wenn das eigene Gehör nicht (mehr) richtig funktioniert? Was unser Gehör kann und was moderne Technologie beispielsweise bei Hörgeräten oder Kopfhörern leistet, erleben Besucher in der Hör-Werkstatt des Deutschen Museums. In verschiedenen Versuchen lernen Kinder und Erwachsene mehr über die Funktion des Hörens und über die Funktionsweise moderner Hörsysteme, die Menschen mit Schwerhörigkeit unterstützen. Sie experimentieren mit klingenden Kleiderbügeln, testen Noise Cancelling-Kopfhörer, messen die Lautstärke der Musik aus dem mp3-Player und erforschen, wie sich Musik mit Licht übertragen lässt
Mitmachbereich Hör-Werkstatt
Ob Luft- und Körperschall, Richtungshören, Lärm, Lärmschutz, Hilfsmittel bei Schwerhörigkeit, Hör-Implantate oder Schallplatten: Die Hör-Werkstatt des Deutschen Museums hat auf viele Fragen rund um das Gehör, die Funktion des Hörens, Schwerhörigkeit oder Hörhilfen eine Antwort. Große und kleine Besucher ab einem Alter von 10 Jahren können sich auf Entdeckungsreise durch das menschliche Ohr begeben. Die Teilnahme an dem Workshop ist jederzeit möglich und im Museumseintritt enthalten.[/vc_column_text]
Physik zum Anfassen
Besucher finden die Hör-Werkstatt des Deutschen Museums als Mitmachbereich mitten in der Physik-Ausstellung des Deutschen Museums. Das Programm der Hör-Werkstatt gehört zu den Angeboten der Experimentier-Werkstatt, die alltägliche physikalische Phänomene und High-Tech durch kreative und oft verblüffende Experimente sowie durch das Tüfteln an eigenen Projekten greifbar macht. Sie spricht alle Museumsbesucher an und bietet auch buchbare Angebote für Schulklassen und Gruppen.
Wie schützt man sein Gehör vor Lärm?
Die Hör-Werkstatt zeigt: Unser Gehör vollbringt Höchstleistungen. Deshalb sollten wir es bestmöglich vor Lärm schützen. Diesen komplett zu vermeiden ist nahezu unmöglich, denn es wird stetig gebaut, gefahren, gefeiert oder geflogen – und all das verursacht Lärm. Was also hilft? Neben intelligenter Stadtplanung mit geräuscharmem Asphalt oder bepflanzten Ruhezonen hilft oft ein Gehörschutz. Für Heimwerker oder die ungestörte Nachtruhe reichen einfachere Standard-Lösungen aus der Drogerie oder Apotheke meist aus. Für Hobbys wie Motorradfahren gibt es speziellen Gehörschutz beim Hörakustiker. Und beim Musikhören über Kopfhörer gilt: Mit Bedacht hören!
Augen auf und zugehört
Wer nach der Hör-Werkstatt des Deutschen Museums noch nicht genug vom faszinierenden menschlichen Körper hat, kann sich diesem auch in der Ausstellung Gesundheit widmen. Hier sehen und erleben Besucher, wie Pharmazie und Medizintechnik den Menschen seit Jahrhunderten helfen. Angefangen mit den Bereichen Zähne, Augen und Ohren geht es über das Herz-Kreislauf-System bis zu den Gliedern und Gelenken. Die Reise in die Anatomie treten die Besucher dabei im wahrsten Sinne des Wortes an: Ein gigantischer Körper füllt den Raum mit einem begehbaren Kopf, einem luftigen Brustkorbgerüst, mit Hand- und Beinsilhouette auf dem Boden und einem 5 Meter hohen Fuß. Mit dabei: unsere Sinne, also auch das Hören. Besucher können ausprobieren, ob sie mit einem historischen Hörrohr besser hören. Im Vergleich dazu sind moderne Hörgeräte oder Cochlea-Implantate kleine technologische Meisterwerke.
Die Hör-Werkstatt des Deutschen Museums macht Menschen die Themen Hören, Schwerhörigkeit und Hörverlust bewusst. Wenn auch Sie Informationsbedarf haben oder das Gefühl haben, schlecht zu hören, wenden Sie sich an Ihren Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder an einen Hörakustiker in Ihrer Nähe.